MOOC und OER in der Praxis

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Dieser Tweet aus dem Jahre 2017 und der Einsatz des MOOC „Einführung in die Kosten- und Leistungsrechnung“ von Stefan Haugrund (HS Pforzheim) (#klrMOOC) in meinen Unterricht „Grundlagen für kostenbewusstes Handeln“ (Fachrichtungsübergreifende Basisqualifikation) für Medienfachwirte / Industriemeister (Print und Digital) an der IHK Akademie Schwaben in Augsburg führte nun zur Einladung zum DigiTalk „Neue Geschäftsmodelle für die EB mit MOOCs und Offenen Bildungsressourcen“ am 16. April 2020 von 16:30 – 18:00 Uhr im Rahmen des EBmooc plus 2020.

Wie kam es zur Integration des MOOC?

Ich unterrichte seit einigen Jahren das Thema „Grundlagen für kostenbewusstes Handeln“ für die IHK Akademie Schwaben. Der Kurs hat einen hohen Präsenzanteil, der durch Onlinelernen flankiert wird. Das waren zum einen Online Content auf der Plattform der IHK (IHK@hoc) und zum anderen Videokonferenzen über diese Plattform.

Im Herbst 2017 startete ein weiterer Kurs. Nachdem ich allerdings in den ersten Wochen für die Samstags-Präsenzveranstaltungen keine Verfügbarkeit hatte, schlug ich dem Produktmanger vor, dass wir den MOOC als Einstieg in das Thema nehmen könnten. Der war damit einverstanden und ich integrierte den MOOC in meine Unterrichtsplanung.

Wie wurde der MOOC in die Unterrichtsplanung integriert?

IHK2017

D.h. MOOC und Kurs liefen fast parallel. Ich erhoffte mir dadurch, dass die Teilnehmer sich am Forum beteiligen können. Dies wurde von den Teilnehmern auf der Auftaktveranstaltung, auf der ich den Ablauf kurz vorstellte, allerdings verneint (sie nutzen ja bereits eine Plattform und wollten sich nicht auf einer zweiten anmelden). Somit stellte ich den Teilnehmern die Videos immer separat zur Verfügung (siehe z.B. Folie 2).

Für mich war die Herausforderung, dass ich den Kurs vorher auch nicht kannte. Ich war somit den Teilnehmern immer nur 1-2 Wochen voraus. In den Wochen konnte ich entscheiden, ob die Inhalte des MOOCs zum Lernplan der Teilnehmer passten und ihrem Anforderungsprofil entsprachen. Mein Risiko war, dass wenn es nicht gepasst hätte, ich auf eigene Inhalte hätte zurückgreifen können. Bis auf ein paar Ausnahmen (z.B. mathematische Anforderungen) passten die Inhalte – Risiko wurde belohnt! Und mein Motto „einfach machen“ wurde bestätigt.

Was war gut?

Inhalt stimmte größtenteils mit dem Lehrplan überein und der MOOC hatte eine gute Qualität.

Die Kapitel und Sequenzen waren kurz und konnten gut aneinander gereiht werden.

Die Teilnehmer mussten sich beteiligen (H5P – Videos mit Fragen)

Wovon hätte ich mir mehr versprochen?

Ich hätte es gerne gehabt, dass die Teilnehmer mehr in den Austausch gekommen wären. Das fand allerdings weder im MOOC Forum noch auf der Plattform der IHK statt.

Ich hätte mir mehr Infotainment gewünscht. Der Trailer wurde auf der Straße aufgenommen und gefiel mir sehr gut. Die Videos im MOOC zeigten Stefan Haugrund und seine Folien.

Fazit:

Der Einsatz des MOOC war aus meiner Sicht damals eine gute Entscheidung. Ich muss allerdings auch sagen, dass sich die Teilnehmer mit dem Format schwer taten und teilweise ausstiegen. In meinem Folgekurs in 2019/20 setzte ich den MOOC nicht ein, weil ich von Anfang an verfügbar war und die Teilnehmer die Präsenz dem Online vorzogen. Durch die Corona-Unterrichtsausfälle produzierte ich eigene OER Videos zur Prüfungsvorbereitung (diesmal war es das Ende des Kurses im Gegensatz zu 2017 als es den Beginn betraf).

Einstellung: Einfach MACHEN!

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